UPCOMING EXHIBITION

 

Eunah Hong

Reconciliations Hello

11.04. - 13.05.2018

Vernissage : 11.04.2018, 18:00

VORTRAG : 28.04.2018, 18:00

 

The word reconciliation comes from a Latin word ‘conciliatus’. ‘Conciliatus’ has the meaning of “coming together” or “gathering together”. In the Korean dictionary, ‘reconciliation’ means stop fighting and resolve the negative feelings against each other. Reconciliation is a word embracing an end of a bad relationship and a start of a new relationship. ‘An-nyong’ or ‘An-nyong-ha-seyo’ is a Korean greeting which is a genuine expression of greet and respect from the heart rather than a simple communication. A genuine reconciliation brings a genuine greeting. Therefore, a greeting becomes a sign of reconciliation. Then, shouldn’t a start of a genuine greeting call a genuine reconciliation?

Öffnungzeiten : Donnerstags von 17:30 bis 19:00 (Künstlerin und/oder Kuratorin werden da sein) und nach Vereinbarung

More infos:
www.hongeunah.com

 


VORTRAG

Familienkonzepte und Familienbilder, ein Vergleich zwischen Nord- und Südkorea
von Sunju CHOI (Autorin und Kuratorin)

28.04.2018, um 18:00 Uhr (Eintritt frei)

 

Jeder Staat benötigt Symbole für die Legitimierung seiner Autorität und setzt diese in einer symbolischen Praxis ein. Bilder und Symbole arbeiten mit Konventionen und sind insbesondere im politischen Kontext mit Sprache und deren Bildlichkeit verbunden. Wie werden in Nord- und Südkorea Familienkonzepte und Familienbilder konstruiert, um Herrschaftsanspruch zu legitimieren? Gibt es Unterschiede und/oder Gemeinsamkeiten in der filmischen Repräsentation der Familie? Der Vortrag untersucht historische Kontinuitäten und Wandel von Familienbildern im geteilten Korea. (Deutsch/Englisch). Nach dem Vortrag wird der nordkoreanische Film Two Families in Haeun-dong (1996) gezeigt.

Zwei Familien in Haeundong, 1996, 90 Min, mit eng. UT
Drehbuch: WEE Ung Yong
Regie: LEE Kwan Am

Synopsis:
Im Zentrum des Films stehen zwei Familien mit je einem Kind: Pyǒl und Pom. Die Familie von Pyǒl zieht frisch in einen Apartmentkomplex ein. Dabei fällt auf, dass Pyǒls Vater beim Umzug abwesend ist, worüber sich die Nachbarn wundern. Beide Familienväter sind Inginieure, doch der Poms Vater hat sich nach der Dissertation gemütlich eingerichtet und erfreut sich an seinem häuslichen Glück. Er singt, isst und trinkt gern, kümmert sich um seine Tochter und macht seiner Frau schöne Geschenke. Im Gegensatz zu ihm arbeitet Pyǒls Vater pausenlos und ist selten zu Hause. Seine Frau, die als Sängerin arbeitet, bringt kein Verständnis mehr für seine Abwesenheit auf und beginnt zu grollen. Obgleich Pyǒls Familie unter der Abwesenheit des Familienvaters leidet, dient seine Forschung dem gesamten Land. Am Ende begreifen alle, dass sich Pyǒls Vater für die gesamte Nation aufopfert und schenken ihm Respekt und Anerkennung. Es gelingt ihm, eine neue, effektivere Schweißmethode zu entwickeln, und Pyǒls Mutter ist stolz auf ihren Mann und endlich glücklich.

Sun-ju Choi ist Autorin, Kuratorin und Filmemacherin. Sie studierte Literatur an der Universität zu Köln und Drehbuch an der DFFB (Deutsche Film- und Fernsehakademie Berlin). 2017 erschien ihre Dissertation Vater Staat und Mutter Partei: Familienkonzepte und Repräsentation von Familie im nordkoreanischen Film im Judicium Verlag. Sie ist Gründungsmitglied von korientation e.V. und publizierte gemeinsam mit Heike Berner den Erzählband Zuhause – Erzählungen von deutschen Koreanerinnen (2006). Sie leitet seit 2007 gemeinsam mit Kimiko Suda das Asian Film Festival Berlin. Zurzeit arbeitet sie an einem Langzeitdokumentarfilm über die Geschichte der koreanischen Frauengruppe in Deutschland, die 1978 das Bleibe- und Arbeitsrecht für koreanische Krankenschwestern erkämpfte.